Phnom Penh

Hauptstadt mit wechselhafter Vergangenheit

Phnom Penh ist den meisten westlichen Betrachtern wohl zu Zeiten des Vietnamkrieges erstmals ins Bewusstsein gerückt. Nicht genehmigte amerikanische Bombenabwürfe auf kambodschanischem Gebiet und fast gleichzeitig die gewaltsame Machtübernahme der “Roten Khmer” durch die Besetzung und spätere totale Zwangsevakuierung der Hauptstadt durch die Truppen Pol Pots Mitte der 70-er Jahre, blieben den Menschen in Erinnerung. Millionen Kambodschaner starben, durch einen Irrsinn, der auf der Welt nur wenige vergleichbare Beispiele findet.

Heute bietet Phnom Penh ein anderes Bild. Das Bild einer asiatischen Großstadt mit offiziell etwa 1,1 Millionen Einwohnern. Breite Boulevards aus französischer Kolonialzeit, asiatische Märkte, Einkaufspassagen, Hotels und Restaurants und allen voran das unbeschreibliche Chaos auf den Straßen prägen das Gesicht der Stadt.

Alltägliches Chaos

Monument of Independence

Über den Dächern der Stadt

Phnom Penh am Zusammenfluss von Tonle Sap und Mekong ist die Hauptstadt des Landes, Regierungs- und Königssitz sowie Ort zahlreicher Sehenswürdigkeiten, wie der Silberpagode und dem Kingpalace. Auch die zahlreichen Tempel (Wat) die man überall in der Stadt findet, sind einen Ausflug wert und eine willkommene Erholung vom Lärm und der Hektik der Straßen und Märkte.

Ruhe und Beschaulichkeit im Wat

Mönche im Straßenbild

Vor den Toren der Stadt, in wenigen Minuten auf teilweise unwegsamen Straßen zu erreichen, liegen die “Killing Fields”, auf denen unzählige Menschen zu Zeiten der Roten Khmer grausam hingerichtet wurden. Es ist ein beklemmenden Gefühl auf diesen Arealen zu stehen, im Bewusstsein dessen, was sich hier einmal abgespielt hat, vielleicht vergleichbar mit dem Besuch eines Konzentrationslagers aus dem 2. Weltkrieg. Ich war schon sehr oft in Phnom Penh, aber ein zweites Mal würde ich die “Killing Fields” nicht mehr besuchen; noch zu tief sitzen die Eindrücke meines Besuchs, der schon Jahre zurückliegt.....

Einige Sehenswürdigkeiten

Psah Thmay (Neuer Markt)

Wat Phnom

Silberpagode

Phnom Penh, ist eine moderne pulsierende Stadt mit viel Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Leider finden nur wenige Touristen den Weg in diese faszinierende Stadt, die man wahrscheinlich nicht auf den ersten Blick lieben kann, aber dafür beim zweiten umso mehr.

Essen und Trinken

In Phnom Penh wird wohl niemand verhungern müssen. Es gibt jede Menge Restaurants und Marktstände die hervorragendes Essen anbieten. Von traditionellen Landesspeisen wie gebratenem Reis oder Nudeln über Pizza, Hamburger  und deutschem Brot ist wohl jede Geschmacksrichtung für jeden Geldbeutel vertreten. Im Nobelrestaurant am Tonle Sap kann man schon mal 20 $ für ein Essen hinlegen, am Markt ist man mit 1-2 $ dabei. Der Durchschnittspreis für ein gutes und reichhaltiges Essen in einem kambodschanischen Lokal liegt etwa bei 2-3 $. Auch die Getränke sind sehr preiswert. Ein Bier (Angkor/Anchor) kostet selten mehr als einen Dollar und eine Coke ist für 50 Cent zu haben.

Besonders empfehlen möchte ich ein indisch/pakistanisches Lokal in der 110 Straße. Das Restaurant "CHI CHA" liegt nur wenige Meter vom "Alten Markt" entfernt und bietet ausgezeichnetes Essen für kleines Geld. Indisches Frühstück für 1,5 $ und ein indisches Menu zum Abendessen für 2 $. Ich kann dieses freundliche Lokal nur empfehlen.

CHI CHA Restaurant & Guest House

Street 110, House Nr. 27

Wer sich etwas von der Hektik der Hauptstadt erholen möchten, sei das Bungalow-Resort "L´imprevue" (www.hotel-imprevu-resort.com) empfohlen. Es liegt ca. 7 km hinter der Monivong Brücke an der Road National 1.  Schöne Holzbungalows für 20 $, großer Swimmingpool, ausgezeichnete französische Küche, mehrsprachiges Personal. Am Wochenende sehr voll, unter der Woche gehört einem der Swimmingpool (fast) alleine.

L`imprevue